Poetry Slam

„Wie bist du zum Poetry Slam gekommen?“ werde ich immer wieder in Interviews gefragt. Meine Antwort ist stets dieselbe: „Der Poetry Slam kam zu mir!“ Ich schreibe seit ich 14 war, mal mehr, mal weniger. Waren es anfangs eher traurige Gedichte und tragische Liebesgeschichten, später dann Sketche und absurde Kurzgeschichten, so reicht mein Repertoire heute von klassischen Kurzgeschichten über performativ vorgetragene Lyrik bis hin zu literarischem Kabarett. Der Film „Dead Poets Society“ hat mich tief bewegt und schon damals hatte ich das Format Poetry Slam irgendwie im Gefühl, es aber nicht weiter verfolgt, da mich die Bühne in Form von Comedy-Theater und politischem Kabarett auf sich lockte.

Als ich dann im November 2002 per Zufall meinen ersten Poetry Slam erlebte, offenbarte sich mir noch während der Show der Wunsch genau das auch zu machen. So gründete ich im März 2003 meinen ersten eigenen Poetry Slam in Ansbach und trat einen Monat später im Bamberger Morph Club erstmals auf. Trotz meiner bis dato fast fünfjährigen Bühnenerfahrung und einem Textblatt, von dem ich locker ablesen und mich dahinter verstecken konnte, war ich nervös wie lange nicht mehr. Das Ende vom Lied? Es lief gut und so machte ich weiter und weiter… Am Ende meiner aktiven Slammer-Zeit hatte ich bis zu 100 Slam-Auftritte im Jahr.

2011 entschied ich mich aus familiären Gründen (das zweite Kind war unterwegs) für einen kompletten Rückzug aus dem Wettbewerb. Fünf Stunden Zug fahren zur Veranstaltung, in einer fremden Stadt übernachten und am nächsten Tag wieder fünf Stunden zurück für gerade einmal fünf bis 15 Minuten Auftritt, schien mir nicht mehr angemessen und vereinbar mit dem Familienleben. Dem Format bin ich aber treu geblieben! Mittlerweile organisiere ich in über 20 süddeutschen Orten regelmäßige Poetry Slam Veranstaltungen, habe zwei Lehraufträge für Poetry Slam, zahlreiche neue Formate entwickelt, sowie den ersten Poetry Slam mit einer Dauer von über 25 Stunden organisiert sowie moderiert und damit einen Weltrekord aufgestellt. Die Vorteile als Moderator und Veranstalter, der überwiegend regional unterwegs ist, sind: Die Anfahrtszeiten liegen bei durchschnittlich einer Stunde, ich stehe die komplette Show über auf der Bühne und ich kann meist im eigenen Bett schlafen.

Falls Sie Interesse an dem Format haben, um es auf Ihrer Firmenfeier, in Ihrer Einrichtung oder auf Ihrem Event zu präsentieren, können Sie sich jederzeit an mich wenden. Durch meine Kontakte zur deutschsprachigen Slam-Szene und der jahrelangen Erfahrung, kann ich guten Gewissens Slam-Shows, Slam-Einlagen zur Unterhaltung, Auftragstexte nach thematischen Vorgaben oder individuelle Slam-Konzepte für Ihre Ansprüche anbieten. Passendes Werbematerial und sogar die nötige Veranstaltungstechnik kann ich ebenfalls bereitstellen, sodass Sie nur noch einen Raum mit Steckdose benötigen.

Und falls Sie mich selbst mit Texten erleben wollen? So lange es kein Wettbewerb ist, bin ich dabei! Schauen Sie sich dazu die Unterseite „Programme“ an. Sollten Sie Interesse haben und es schaffen auch das meinige zu wecken, fahre ich dafür sogar wieder fünf Stunden Zug 😉

P.S.: Da mir Vernetzung von Anfang an wichtig war, gründete ich bereits 2005 die Seite www.frankenslam.de, die in der damaligen Forumsstruktur zum Austausch und zur Terminfindung für regionale Slammer*innen gedacht war. 2006 richtete ich den ersten FRANKENSLAM aus, die fränkische Meisterschaft ist Deutschlands älteste Regionalmeisterschaft! Heute finden sich auf www.frankenslam.de neben allgemeinen Infos auch eine Terminübersicht von allen Slams in Franken, die dort Ihre Termine einstellen. Obwohl es mittlerweile auch den Bayernslam gibt, an dem sich Franken beteiligt, haben die fränkischen Slam-Veranstalter*innen beschlossen die Tradition einer eigenen Meisterschaft beizubehalten, sodass am 28.4.2017 in der Kulturfabrik Roth 10 Jahre fränkische Slam-Meisterschaften gefeiert werden können.

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